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Dorfchronik
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Junggesellenverein Hohn-Kolvenbach


Die Tradition eines Junggesellenvereins ist in unser Region üblich und weit verbreitet. So hat jedes kleinere oder auch größere Dorf einen solchen Verein. Er besteht aus jungen heranwachsenden Männern, meist ab 16 Jahren aufwärts, die noch nicht verheiratet sind. Sie aber müssen dann aus dem Verein ausscheiden, wenn sie in die Ehe eintreten. So hat auch unser relativ "kleines" Dorf einen solchen Junggesellenverein. Die Institution an sich besteht schon seit Großvatergedenken, in unserem Dorf hat aber in der Vergangenheit einmal ausgesetzt. So endete Mitte der 90er Jahre die Existenz des Vereins, da nicht mehr genügend Jugendliche vorhanden waren. Erst 1998 konnte die Tradition wieder aufgenommen werden und 12 Jugendliche haben quasi aus dem Nichts einen "neuen" alten Junggesellenverein aufgebaut.

Die Mitglieder im Jahr 2017:
Nils Bützler, Kassenwart
Kai Bützler
Kevin Kaulen
Steven Turner
Sebastian Turner
Marcel Höfels
Philippe Meurer
Justus Gahlen
Benedikt Schmitz
Alex Schmitz
Silas Stadtfeld


Was gehört zu den Aufgaben des Junggesellenvereins

Die Junggesellen werden zu verschiedenen Zeitpunkten im Jahr recht aktiv. So veranstalten sie das Maifest mit Maisingen, Aufstellen der Maibäume, Lagerfeuer usw. Dabei kommt der gesamte Ort am Abend des 30. April am Bürgerhaus zusammen und feiert mit den Junggesellen mit Essen und Trinken in den Mai hinein. Der Erlös der Veranstaltung kommt in die Kasse des Vereins, woraus dann einige Fahrten und Touren organisiert und finanziert werden.

Des weiteren lädt der Verein an Kirmesfreitag zur Discoveranstaltung ein und organisiert die Verlosung und das sogenannte "Hahneköppen" am Kirmesmontag, bei dem die Junggesellen versuchen einem, natürlich vorher schon getöteten Hahn, den Kopf abzuschlagen. Wer diesen Triumph erringt, ist der Hahnenkönig im jeweiligen Jahr. Die Verheirateten Männer köpfen ein Huhn. Beide Könige werden dann im anschließenden Dorfumzug geehrt und mit ihrer Freundin bzw. Frau abgeholt und zum Zelt geleitet, wo dann nach dem Ball die Kirmes, die freitags ausgegraben wurde, zu Grabe getragen und verbrannt wird.

Zudem halten die Junggesellen auf Polterabenden die traditionelle "Hielischpredisch", bei der meist neue Junggesellen in die Gruppe eingeführt werden. Die Junggesellen trauern dabei der verlorenen Braut nach und begießen dies mit reichlich Alkohol, wobei der "Neue" hiervon am meisten bekommt.

 

"Villa Jöck" - die Kneipe im Bauwagen

Auf der Suche nach alten Fotos hatte der Kölner Stadt-Anzeiger und auch die Kölnische Rundschau in ihren Ausgaben am 8. Dezember einen Auszug aus einem im August 1984 erschienen Artikel mit Fotos veröffentlicht, den Ewald Schäfer, der Bruder des Bürgervereinsvorsitzenden Heinz-Dieter Schäfer, offenbar aufgehoben und den beiden Zeitungen jetzt zur Verfügung gestellt hatte. 
Weitere Erläuterungen hierzu siehe Text neben dem Foto.
Wer erkennt sich auf dem Foto von vor 32 Jahren noch wieder?